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Aug 29

Kashgar – Hunza (22.8 – 25.8)

Nach dem Sightseeing freuten Josef und ich uns darauf, endlich den Karakurum Highway (KKH) befahren zu können. Fast die ganze Strecke auf der chinesischen Seite, folgen wir unserem Guide, der mit einem Taxi vorfährt. So können wir die Landschaft geniessen und müssen uns um nichts kümmern. Für dieses kurze Strecke nehmen wir dafür die fehlende Freiheit in Kauf.

Aussert bei einer 80km langen Baustelle kurz ausserhalb von Kashgar, ist die Strasse sehr gut ausgebaut. Wir kommen gut voran. Ich war erstaunt, wie wenig LKWs unterwegs waren. Unser Guide gab dazu die Erklärung ab, dass diese während des Tages nicht durch Kashgar fahren dürfen und somit der ganze Warenverkehr in der Nacht stattfindet..

Schon früh kamen wir bei unserem ursprünglichem Tagesziel, dem „Karakul Lake“ (teilt sich den Namen mit demjenigen in Tajikistan) an. Auf dem Plan stand eigentlich eine Übernachtung in einer Jurte. Da der Platz am See für uns nicht sehr attraktiv erschien, sondern mehr wie eine Touristenfalle und da das Wetter auch nicht sonderlich gut war, beschlossen wir, bis nach Taxkorgan weiter zu fahren. Dort übernachteten wir, um am nächsten Morgen im selben Ort die Grenzformalitäten hinter uns bringen zu können. Auch hier ist die Situation sehr unübersichtlich. Ohne Guide hätten wir keine Chance gehabt. Wir haben während unseres Aufenthaltes keinen Chinesen getroffen, der Englisch spricht.

Nachdem wir die Grenzformalitäten hinter uns hatten, verabschiedeten wir uns von unserem Guide und fuhren die letzten ca. 120km bis zum Khunjerab Pass alleine.

Der Khunjerab Pass ist knapp 4700m hoch. Das tönt im ersten Augenblick spektakulär, ist es aber in der Realität nicht. Man fährt auf super Asphalt einige wenige weite Serpentinen hoch und schon ist man am Grenzportal zwischen China und Pakistan. Josef und ich hatten keine Probleme mit der Höhe. Nur die Bikes verloren spürbar an Leistung.

Auf der pakistanischen Seite fährt man dann links. Vielen Dank dafür, liebe Engländer!

Bald führte die Strasse durch das Hunza Tal. Die Landschaft wurde spektakulärer als auf der chinesischen Seite. Auch hier finden die Grenzformalitäten nicht an der eigentlichen Grenze statt, sondern im ca. 150km entfernten Sost. Die Strasse ist so gut, dass der Leistungsmangel der Motorräder richtig auffiel. Man hätte gerne die normale Leistung, um durch die kurvenreiche Strecke zu heizen.

Wir beschlossen, bis kurz vor Karimabad zu fahren und uns im empfohlenen „Eagle’s nest“ Hotel ein zu quartieren. Das Hotel befindet sich weit oberhalb des Tales und man hat eine super Aussicht.

Ich blieb noch einen Tag, um das Baltit Fort zu besuchen und meine weitere Reise zu planen. Ausser uns waren nur pakistanische Gäste in dem Hotel, welche mir wertvolle Tipps geben konnten.

Es kristallisierte sich heraus, dass die gemeinsame Zeit mit Josef hier enden würde. Er wollte nicht durch den Deosai Nationalpark fahren. Er traute sich die Fahrt mit seinem überladenen Motorrad wohl nicht zu.

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