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Okt 10

Delhi – Goa (19.9..29.9)

In Delhi wartete ein Paket mit diversen Verschleissteilen auf mich. Vielen Dank dafür an alle beteiligten Personen! Insbesondere an Deepak, der das Paket nicht nur in Empfang nahm, sondern mich auch gleich zum Abendessen einlud!
Ich liess die Teile bei einem bekannten Harley – Mechaniker montieren. Er liess es sich nicht nehmen, mein Motorrad zu putzen und zwar blitzeblank. Ich glaube nicht, dass es so sauber war, als ich losgefahren bin :-). Ich versuchte ausserdem, neue Reifen und eine (scheinbar obligatorische) Haftpflichtversicherung zu organisieren, was mir jedoch beides nicht gelang.. Ich schaute mir noch das „red fort“ an und machte eine Tour durch die Altstadt in einer Fahrradrikscha.
Nach diesen entspannten Tagen, fuhr ich weiter nach Agra, natürlich, um den Taj Mahal zu sehen. Fast Immer, wenn ich anderen Leuten von diesem Vorhaben erzählte, erwähnten sie ehrfurchtsvoll den „Yamuna Expressway“. Die Strasse verbindet Delhi und Agra, hat 6 Spuren und führt wenig Verkehr. Das ermöglicht eine Reisegeschwindigkeit von 120km/h, ohne sich in akute Lebensgefahr zu bringen. Für die Inder eine einzigartige und spektakuläre Sache. Ich folgte also dem Lockruf der wahnsinnigen Geschwindigkeit und kam früh genug in Agra an, um mir am selben Tag den Taj Mahal anzuschauen. Erstaunlicherweise hielten sich die Scharen der Touristen in Grenzen und der Besuch gestaltete sich sehr angenehm. Den Abend liess ich gemeinsam mit Indischen Biker, die ich in Ladakh kennen gelernt hatte, bei einigen Whiskeys ausklingen..
Der Start in den nächsten Tag war deshalb ein wenig verzögert.. Ich schaffte es trotzdem noch, bis nach Jaipur zu kommen, wo ein weiterer Bekannter aus dem Ladakh wohnt. Netterweise lies er mich gleich bei sich einquartieren. Er zeigte mir die Stadt und die sehr sehenswerten Forts. Da er gerade Zeit hatte, setzte er am nächsten Tag seine Frau auf den Soziusplatz seiner Triumph und wir fuhren zu dritt nach Ajmer, wo verwandte von ihm wohnen. Auch der Start in diesen Tag war irgendwie verzögert, weshalb wir ca. ein halbe Stunde in der Dunkelheit auf dem sog. Highway fuhren. Ein Erlebnis der besonderen Art. Im Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsteilnehmern hatten wenigstens alle Geisterfahrer das Licht eingeschaltet.. In Ajmer besuchten wir am späteren Abend den berühmten See. Am (man ahnt es) schon wieder verzögert startenden nächsten Tag, trennte ich mich von meinen neuen Freunden und fuhr alleine nach Udaipu. Dort blieb ich erst einmal einen Tag, um mich ein wenig zu erholen und den Stadtpalast anzuschauen. Von Udaipur ging es weiter über Ahmendabad nach Vadodra. In Ahmendabad gibt es eine grössere Triumph Vertretung. Ich hielt dort, um nach Reifen zu fragen. Einige Triumph Modelle haben dieselben Reifendimensionen wie meine BMW (die gab es dort jedoch nicht). Ich war ca. 1.5 Stunden dort. Der nette Mitarbeiter gab sich viel Mühe, schöpfte alle seine Kontakte aus, aber leider war kein passender Pneu zu finden. Langsam war ich froh, dass ich früh mit der Suche nach neuen Reifen begonnen hatte. Es schien nicht so einfach zu sein, wie mir div. Leute im Vorfeld versicherten.. Ich konnte zu diesem Zeitpunkte noch etliche Tausend km fahren, wusste aber, dass ich nicht mehr bis nach Thailand damit komme (den hinteren Ersatzreifen wollte ich gegen eine strassentauglichere Version eintauschen).
Die nächsten zwei Tage ging es weitgehend ereignislos durch krassen Verkehr über Mumbai nach Goa. In Goa hatte ich ein Hüttchen am Strand gebucht, um ein paar Tage zu entspannen.

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