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Aug 19

Wakhan Valley 10.8-14.8

In Bibi Fatima gönnten wir uns ein Bad in einer heissen Quelle. Leider merkte ich bald die Auswirkungen einer Höhenkrankheit. Daher fuhren wir am nächsten Morgen wieder hinunter auf 2600m Höhe und fuhren weiter im Wakhan Valley nach Osten. Hier tankten wir unsere Motorräder an einer Tajikischen Tankstelle auf. Diese besteht aus einem Tanklastwagen, einem Eimer und einer alten Frau die die Motorräder betankt 🙂

Kurz vor einem Kontrollposten, bevor man den Khargush Pass zurück zur M41 befahren kann, passierte es dann… Auf einer Wellblechpiste mit losem Schotter, mitten im Nirgendwo, nahm ich unfreiwillige Flugstunden. Ich knallte mit meiner Schulter so fest auf den steinigen Boden, dass an eine Weiterfahrt nicht mehr zu denken war. Mit dem Militär vom Kontrollposten, organisierten wir den Transport von mir und meinem Motorrad nach Alichur in eine Guesthouse. Das tat dem Motorrad nicht wirklich gut. Denn sie hievten das Motorrad auf das Dach eines Geländewagens und befestigten es so, dass es nach einer Rüttelfahrt über den Pass, noch mehr Schaden nahm. Tajikisches Vorgehen halt… Im Guesthouse konnte ein Arzt dann zwei Dinge feststellen: 1. Ich habe tatsächlich Höhenkrankheit, daher muss ich so schnell wie möglich wieder unter 2000m 2. Mein Arm sei gebrochen (das stellte der Arzt nur mit Abtasten fest, denn ein Spital gab es hier nicht). Nun gut, am nächsten Tag liessen wir mein Motorrad schweren Herzens im Guesthouse stehen und ich packte das nötigste um mit einem Taxi nach Murghab zu fahren. Thomas reiste mit seinem Motorrad hinterher. Hier wurde mein Weitertransport nach Osh (Kirgisistan) organisiert. Denn dort gab es ein Spital, welches tatsächlich meinen Arm röntgen konnte. Früh am Morgen ging es dann wiederum mit einem Taxi los. Thomas fuhr mit dem Motorrad und konnte die geniale Landschaft, die hohen Pässe und den wunderschönen Karakul Lake geniessen. Ich war froh, sobald wir die Kirgisische Grenze überschritten hatten und wir uns wieder unter 1500m befanden. Im Spital wurde mein Arm sofort geröntgt. Für die Ärzte stand fest: gebrochen, muss operiert werden. Bevor ich mich aber in einem Spital, wo es aussieht wie in den 50er Jahren und man nur russisch spricht, unters Messer lege, wollte ich lieber zurück in die Schweiz. Nach einer 24 stündigen Reise mit 3 Flugzeugen und langen Wartezeiten, bekam ich auch in Bülach den Befund: gebrochen. Tja nicht nur an einer Stelle, nein gleich 3-fach. Aus der Traum. 3 Monate Heil Zeit. Mein Motorrad wird nun von MuzToo Travel nach Osh geholt, bis ich entscheiden kann, was damit passieren soll. Thomas wird nun unsere Reise weiterführen und munter berichten und ich hoffe, dass ich im November in Thailand wieder einsteigen kann 🙂

 

3 Kommentare

  1. Martin

    Hoi Silvia
    Eine solche Reise zu beginnen braucht Mut.
    Mit einem gebrochenen Arm alleine zurück reisen, das ist taff.
    Also diese drei Monate stehst du mit Links durch.
    Wünsche dir Kraft für die Geduld.
    Martin

    1. Sile

      Hallo Martin
      Danke für deine lieben Worte. Ich mache das Beste aus der Situation und erledige wortwörtlich alles mit „links“, denn der rechte Arm ist gebrochen 😉

  2. Barbara T

    Hoi Schwöschterli
    Kudos so einen langen Reisebericht-Eintrag mit gebrochenem Arm zu schreiben! Nach 3 Monaten Abwesenheit in welchen Du unzählige spannende Erlebnisse hattest, freuen Isabella und ich uns nun, Dich am Freitag wiederzusehen. Ich wünsche eine gute, schnelle Heilung für den Arm, und wenm wir Glück haben, klappt es danach mit dem gemeinsamen Flug nach Thailand. ? Ansonnsten werde ich wie von Dir vorgeschlagen halt mit Thomi alleine ein Bier trinken. ?

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