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Jul 26

Wüste und Wasserfall

Von Kerman aus fuhren wir Richtung Tabas. Die meiste Zeit fuhren wir dabei durch die Wüste, wo wir um jede „Service Area“ froh waren. Dort konnten wir jeweils eisgekühlte Getränke und Schatten vorfinden. Die Spitzentemperatur an diesem Tag lag bei 48°C!

Auf Schotterstrassen gelangten wir am Abend zu einem kleinen Gebirge zwischen Deyhuk und Tabas, wo wir in einer Schlucht tatsächlich einen Wasserfall fanden. Eine Familie mit 3 Mullahs war bereits dort zum Picknicken. Wir waren positiv überrascht, wie freundlich und offen die Mullahs sind. Als die Familie weg war, genossen wir die natürliche Dusche fernab der Zivilisation und waren froh, konnten wir ohne die geltenden Kleidervorschriften unsere Zeit verbringen. Danach stellten wir unser Zelt auf und genossen die Stille und die Sterne, da niemand sonst dort war. In der Nacht kam dann heftiger Wind auf. Unser Zelt konnten wir nicht mit Heringe verankern, da der Boden zu fest war. Thomas schleppte also alle möglichen Steine zum Zelt um es einigermassen zu befestigen. Immerhin war es dank dem Wind angenehm kühl zum schlafen 🙂

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Tabas und auf Nebenstrassen via Eshqabad nach Kashmar. Hier auf den Nebenstrassen häuften sich die Polizeikontrollen. Einige nahmen es tierisch Ernst und wir mussten wiederum zum Polizeiquartier folgen um Passkopien machen zu lassen. Andere wiederum wollten einfach den Pass sehen und die Route wissen. Die Beste Kontrolle aber war, als wir einfach nur kurz anhalten mussten und Weintrauben von lachenden Polizisten in die Hände gedrückt bekamen und weiterfahren konnten.

In Kashmar fanden wir ein „All inclusive“ Hotel. Wir waren müde und wollten einfach nur irgend ein Hotel zum duschen und schlafen. Wir fragten nach Abendessen und obwohl das Hoteleigene Restaurant geschlossen war, wurde uns prompt Essen direkt aufs Zimmer geliefert. Mit dem Morgenessen lief es ähnlich. Dieses wurde uns direkt ans Bett gebracht 😀

Von Kashmar fuhren wir durch ein Gebirge mit rotem Stein und über eine Hochebene nach Nishapur. Diese Strecke genossen wir sehr, hatte es doch viele schöne Kurven und eine anständige Temperatur (28°C) zum Motorrad fahren.

Da wir erst am 1. August nach Turkmenistan einreisen können, müssen wir nun Zeit „verbraten“. Eigentlich wollten wir in den Golestan Nationalpark und ein paar Tage wandern gehen. Aber leider braucht es dazu ein Permit, welches 2 Wochen zur Beschaffung braucht. So blieben wir vorerst 4 Tage in Nishapur. Hier wurden wir von einem Bekannten des Hotelmanagers (Masud) zu Sightseeing, Lunch und Dinner eingeladen. Masuds Vater hat ein Geschäft für Sanitäreinrichtungen und daher wurde unter anderem über „KWC“ Armaturen gesprochen. Für das Abendessen wurden wir in einen privaten Garten ausserhalb des Dorfes gefahren. Wir genossen die Zeit und Gastfreundschaft mit der Familie von Masud und Elaher und die Köstlichkeiten, die sie für uns zubereiteten.

3 Kommentare

  1. Meysam

    Sehr sehr schön
    viel Spaß

  2. Susi

    Phua 48° in Vollmontur ? ich kann mir gar nicht vorstellen wie man sowas aushält ?
    Eure Beiträge und Fotos sind super ?? Danke

  3. Barbara T

    Also am witzigsten finde ich das Mittagessen am Boden, obwohl dahinter die schönsten Polsterstühle stehen. 😉

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