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Jul 06

Tehran und Umgebung 29.Juni – 5. Juli

Von Tabriz aus fuhren wir Richtung Ardabil. Einige Kilometer später, wurde neben uns wild gehuppt und es wurden uns Süssigkeiten aus dem Fahrzeugfenster entgegen gehalten. Wir hielten am Strassenrand und ein Mann gab uns Zitronentörtchen zu essen und kühlen Traubensaft zu trinken. Nach ein paar netten Worten, verschwand der Mann so schnell, wie er erschienen ist.

In der Stadt Sar-E Eyn suchten wir nach einer Möglichkeit zum campieren um danach in Ardabil die Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Aber es kam anders. In Sar-E Eyn fragten wir an einer Kreuzung nach dem Campingplatz. Da die Männer, welche wir fragten kein Englisch sprachen, riefen sie Darius an. Er hat ein Touristenoffice für Velofahrer und lud uns sogleich zu sich nach Hause ein. Wir seien seine Gäste. Am Abend führte uns Darius in seinem Dorf herum und wir wurden zum Iftar eingeladen. Ein üppiges Mahl zum Fastenbrechen, welches wir traditionell am Boden sitzend eingenommen haben. Wir genossen den Aufenthalt bei Darius Familie.

Am nächsten Tag besichtigten wir in Ardabil den Sheikh Safi Schrein und fuhren danach ans Kaspische Meer. Wir freuten uns darauf, wieder einmal an einen Strand sitzen zu können. Aber so einfach war das hier nicht. Es gibt kaum Strassen die an das Ufer führen und als wir schliesslich bei Talesh einen Weg fanden, war alles voll mit Müll.

In Bandar Anzali trafen wir unsere Suisse-Romands Freunde Laura und Claudine wieder und verbrachten einen lustigen Abend mit ihnen.

Von Bandar Anzali gings via Tschalus in die Berge. Wir überquerten einen Pass, welcher auf 3200m liegt und genossen die Aussicht und die kühle Luft. In Tehran knackten wir die 40er Marke, es war 42°C warm als wir dort ankamen!

Am ersten Abend in Tehran suchten wir vergeblich ein Restaurant in der Umgebung unseres Hotel. Wir waren mitten im „Pneu-Viertel“, als uns plötzlich Ebi ansprach und zum Tee in seinem Pneu-Shop einlud. Er lud uns sogleich zum Nachtessen ein. Inmitten von unzähligen Pneus, assen wir am Boden unser Nachtessen, welches Ebi kurzerhand auf seinem kleinen Herd gekocht hatte. Als Dankeschön besuchten wir ihn 2 Tage später und brachten Kuchen aus einer Konditorei mit. Ebi war so gerührt, dass er uns seiner Familie vorstellen wollte. Wir liefen kreuz und quer durch Tehran, bis wir in der Wohnung von seinem Neffen Majid und dessen Frau Saba landeten. Wir trafen auch auf Sina und dessen Frau Sara. Es wurde ein mega lustiger Abend mit Shisha und iranischen Köstlichkeiten 🙂 Majid liess es sich nicht nehmen, uns für den nächsten Tag einen Taxifahrer zu spendieren, der uns den ganzen Tag begleitet. So konnten wir mit dem Taxifahrer Issa zuerst zur Turkmenischen Botschaft um das Visa zu erhalten und danach Sightseeing machen. Da wir bereits den Invitation Letter von unserem Visa-Agent aus der Schweiz erhalten hatten, war das Ganze mit dem Visum bereits nach 20min, einem ausgefüllten Formular und 110 Dollar erledigt. Danach besuchten wir die Sa’dabad Palastanlage und den Tajrish Bazaar.

Das Verlängern des Iranvisums, welches wir am Vortag in Angriff nahmen, war auch unkompliziert. Zufällig sprach ein Angestellter dort Deutsch und führte uns von einem Schalter zum anderen. So hielten wir bereits nach 1,5h den Pass mit einer Visumverlängerung von 30 Tagen in der Hand. Die Verlängerung kostete uns 740’000 Rial = ca. 25 Dollar.

In Tehran suchten wir das „Motorrad-Viertel“ beim Razi Square auf und kamen mit Ghader Ahmadi in Kontakt. Er hat als einer der Wenigen, eine kleine, saubere und gut Aufgeräumte Werkstatt. Bei den anderen Mechaniker in diesem Viertel,wird der Service auf dem Trottoir erledigt. Laut Internet-Foren hiess es immer, es sei sehr schwierig an das richtige Öl für grosse Motorräder und die passenden Ölfilter zu kommen. Bei Ghader war das kein Problem. Souverän erledigte er mit seinen Gehilfen an beiden Motorräder den Ölwechsel. Einzig Thomis BMW erhielt ein Auto-ölfilter, welcher aber auch seinen Dienst tun sollte. Während wir in Ghaders Werkstatt warteten, spendierte er uns einen Kebab Lunch und Kaffee. Wir können diese Werkstatt nur empfehlen!

Später schauten wir uns den Golestan Palast an, welcher unglaublich Prunkvoll ist. Den grossen Basar in Tehran besuchten wir auch, schauten uns Teppiche an und genossen das bunte Treiben der Händler.

Tehran ist eine tolle Stadt. Es gibt zwar unglaublich viel Verkehr und daher auch Smog, aber wir trafen auf so viele nette Leute, die uns zum Essen einluden oder uns ihre Hilfe anboten. Die Gastfreundschaft der Iraner ist unglaublich toll 🙂

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